Die Analysen der kommunikativen und gestalterischen Qualität des Reporting erfolgten auf Grundlage wissenschaftlich ermittelter Prüfkriterien nach einer einzigartigen, umfassenden und zuverlässigen Methode. Die Analyse des Reportings wurde nach dem 4-Augen Prinzip durchgeführt. Jeweils zwei AnalystInnen untersuchten das Reporting unabhängig voneinander.
Die Analysen stellten erfahrungsgemäß eine nützliche Hilfe für Unternehmen bei der Erstellung zukünftiger Geschäftsberichte dar. Zudem bot das CCI wissenschaftliche Beratung bei der Entwicklung innovativer medialer Kommunikationskonzepte an. Neben der Publikation aktueller Forschungsergebnisse und News veranstaltet das CCI regelmäßige Tagungen zur Finanzkommunikation und Unternehmenskommunikation. Darüber hinaus bot das CCI Münster Fortbildungsveranstaltungen und Beratung in den Unternehmen an.
DETAILLIERTE BANDBREITE DER GESTALTUNGSPRÜFKRITERIEN
Die sieben gestalterischen Prüfsujets differenzieren sich in rund 60 Detailkriterien aus. Das bedeutet eine hohe Nachvollziehbarkeit und damit eine noch größere Sicherheit für die am Wettbewerb beteiligten Unternehmen. Die Gestaltungs-Bewertungen der Geschäftsberichte sind äußerst engmaschig und detailliert, z. B. berücksichtigt das CCI aktuelle Rechnungslegungsstandards wie die Einführung der CSR-RUG ebenso wie mediale, digitale Entwicklungen.
Unter anderem wird hier analysiert, ob Nutzer zwischen unterschiedlichen Formaten der Berichterstattung wählen können, ob das Geschäftsmodell und die Wertschöpfung dargestellt sind, ob die Unternehmenskultur, Ziele und Strategien visuell verdeutlicht werden und ob das Reporting gestalterisch eindeutig dem Unternehmen zuzuordnen ist.
Hier wird unter anderem analysiert, ob Informationen verknüpft sind, ob der Geschäftsbericht eine visuell getragene inhaltliche Idee verdeutlicht, ob das Management angemessen dargestellt ist, wie die Interessen der Anspruchsgruppen und ob ökologische und gesellschaftliche Leistungsindikatoren visualisiert werden.
Diese Kriterien beinhalten unter anderem, ob die Standards des jeweiligen Mediums genutzt werden, ob Farbe zur Systematisierung eingesetzt wird und ob alle gestalterischen Elemente ein überzeugendes Zusammenspiel bilden.
Hier wird unter anderem analysiert, ob der Text gut gegliedert und lese- freundlich typografiert ist und ob die Tabellen wahrnehmungsfreundlich und informativ gestaltet sind.
Neben der technischen Qualität wird hier unter anderem analysiert, ob Gender- und Diversity- Aspekte berücksichtigt werden und ob die Narration unternehmensspezifisch ist.
Hier wird unter anderem analysiert, ob Mengenverhältnisse korrekt wiedergegeben werden, ob die Connectivity sowie Aussagen zu Chancen, Risiken und Prognosen visualisiert sind und ob Informationsgrafiken prägnant und wahrnehmungsfreundlich zur Informationsvermittlung beitragen.
Die Analyse umfasst unter anderem Bewegtbild und Animation, deren akustische Wiedergabe sowie Servicefunktionen. Außerdem die sinnvolle Verknüpfung der Informationen und die Responsivität des Mediums.
Hier geht es um die Materialqualität, die buchbinderische Verarbeitung, Druck und Reprografie, taktile Elemente sowie ökologische Produktionsverfahren.
Diese Analyse impliziert die Nutzung der sozialen Medien als kommunikatives Instrument für die Berichterstattung. Hier wird analysiert, ob Unternehmen Präsenz zeigen, eine Verlinkung zwischen Bericht und Social Media besteht und ob die sozialen Medien auch unterjährig als Quartalsveröffentlichung genutzt werden.
Bei diesem Kriterium steht die Nachhaltigkeitsbericherstattung im Fokus der Analyse. Bewertet wird die gestalterische Verwandtschaft zum Geschäftsbericht, die Übersichtlichkeit, die gut ersichtliche Darstellung der Wertschöpfung und Wechselbeziehungen sowie Aussagen zu Nachhaltigkeitstrategie und -zielen des Unternehmens. Die Kriterien beinhalten weiterhin die Abbildung der ökologischen und gesellschaftlichen Leistungsindikatoren und die Sinnhaftigkeit des visuellen Materials.
Das CCI behält sich alle Rechte an den Kriterien zur Bewertung von Geschäftsberichten vor. Wieder- und Weitergabe der Inhalte, auch auszugsweise, erfordert eine schriftliche Genehmigung durch das CCI.
VERGLEICHE OPTIMAL NUTZEN
Herzstück aller umfassenden Analysen war die CCI-Datenbank, die speziell für die Auswertung des Wettbewerbs ›Corporate Reporting‹ entwickelt wurde. Die Ergebnisse des Wettbewerbs waren darin über mehrere Jahre nachvollziehbar als aussagefähiges Stärken-Schwächen-Profil dokumentiert und über Detailabfragen individuell abrufbar. Vergleichen ließen sich diese Abfragen nach Indizes, den einzelnen Prüfkriterien, innerhalb eines Jahrgangs oder im Fünf-Jahres-Verlauf. Auch Benchmarks, beispielsweise innerhalb einer bestimmten Branche, waren machbar. Weiterhin bot das CCI-Analysetool über Statistiken den Deep Dive zu relevanten Inhalten.






WISSEN, DAS WEITERBRINGT
Neben Tagungen und Publikationen bot das CCI Münster Gutachten zur Weiterentwicklung des Reporting für Unternehmen an: wo genau stecken die Optimierungspotenziale – bei der medialen Angemessenheit, der Typografie oder der Bildsprache?
Ist es gelungen, das Unternehmen eigenständig und unverwechselbar und damit identitätsstiftend darzustellen? Ist die formulierte Leitidee mit nachhaltiger Wertschöpfung und der Gesamtpublikation konsistent verknüpft? Weisen visualisierte ›Non-Financials‹ den Geschäftsbericht als repräsentatives Medium der Unternehmenskultur aus? Sind Imageanteile maßvoll und pointiert eingesetzt? Ist der Geschäftsbericht übersichtlich und sinnvoll gegliedert?
HISTORIE DES CCI
Im Auftrag des manager magazin untersuchten WissenschaftlerInnen bis 2013 die Geschäftsberichte der börsennotierten Aktiengesellschaften in Deutschland. Die Geschäftsberichte wurden dabei im Hinblick auf betriebswirtschaftlichen Inhalt, Sprache und Gestaltung anhand wissenschaftlich fundierter Bewertungskriterien beurteilt. Die Topreports wurden prämiert. Rund 200 Reports aus dem DAX 30, MDAX, SDAX und TecDAX wurden geprüft. Der manager magazin-Wettbewerb war der umfassendste Vergleich in Deutschland und einer der größten weltweit.
Die betriebswirtschaftlichen Inhalte wurden von Professor Dr. Dr. h.c. Jörg Baetge (rechts im Bild), Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät der Universität Münster, analysiert. Das Segment Kommunikation und Gestaltung der Geschäftsberichte verantwortete Professorin Gisela Grosse, CCI (Mitte). Für das bis 2011 bewertete Prüfsegment Sprache war Professor Dr. Rudi Keller (links), Germanistisches Seminar der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf, verantwortlich. Aus den Ergebnissen der Prüfungen wurden die Sieger der einzelnen Indizes ermittelt und in einer Feierstunde in Frankfurt vorgestellt. Diese Veranstaltung war ein ›must be‹ der Financial Community in der DACH Region. Zudem wurden die Ergebnisse des Wettbewerbs jeweils in Heft 10 des manager magazins veröffentlicht.
Unter neuer Leitung beendete das manager magazin 2013 den Wettbewerb. Fortan analysierte das CCI die kommunikative und gestalterische Qualität des Reporting und veröffentlicht diese jährlich in den CCI News. Die Ergebnisse der Analyse wurden außerdem auf den Tagungen des CCI vorgestellt.